Mittwoch, 29. Februar 2012

ACTA und die Generika

Telepolis hat ein Interview mit Sandy Harnisch vom "Aktionsbündnis gegen AIDS" über die Auswirkungen von ACTA auf den Export von Generika geführt. Das Thema wird bislang kaum öffentlich diskutiert, auch weil es sehr komplex ist.
Harnisch: ACTA könnte den rechtmäßigen Handel mit legal hergestellten, qualitativ hochwertigen Generika beeinträchtigen.

Denn: "ACTA sieht eine Reihe von Regelungen vor, die sich negativ auf den Handel mit Generika auswirken können. Zum Beispiel werden Zollbehörden mit sehr weitgehenden Rechten ausgestattet. Sie können beim bloßen Verdacht auf eine Verletzung von Marken - und anderen Rechten Generikalieferungen an den Grenzen festhalten. Das sogar auch dann, wenn die Medikamente für ein Drittland bestimmt sind und sich nur im Transit befinden. Die dadurch entstehenden Lieferverzögerungen können fatale Konsequenzen für Patientinnen und Patienten in Entwicklungsländern haben."
Sicher hängt das alles nicht damit zusammen, dass der Verband der "Pharmaceutical Manufacturers of America (PhRMA)" von Anfang an bei ACTA involviert war (im Gegensatz zu Bürgerrechtsorganisationen).


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